MÜNCHEN - Das österreichische Entführungsopfer Natascha Kampusch hat das Haus ihres Entführers Wolfgang Prikoplil gekauft. "Das ist grotesk. Ich muss jetzt für ein Haus, in dem ich nie leben wollte,
Strom, Wasser, Grundsteuer bezahlen", sagte die 20-Jährige der Illustrierten "Bunte". Dennoch sei es ihr lieber, es gehöre ihr, bevor die Vandalen dort einfallen oder Reihenhäuser auf dem Grundstück gebaut würden. Sie sei auch schon einmal in dem Haus gewesen. "Nichts ist so bedrohlich wie damals. Auf der anderen Seite ist es für mich auch ein Gruselhaus." Kampusch war 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg von Prikoplil entführt und in ein Kellerverlies gesperrt worden. Im August 2006 konnte sie sich nach achtjähriger Gefangenschaft selbst befreien.